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Antoinette Adams / Kayla Kee / Julia Werhahn und Luisa Puschendorf

Ausstellungseröffnung 6.2.2014
um 20 Uhr

Text von Araceli Mangione

(Open to misinterpreta.on)
Entering an art gallery or museum, it is immediately understood that the space inside occupies something significant, signaled by the presence of a security guard, whose job is to protect these works. This automa.cally raises one’s awareness of the value behind the art on display, leaving a sort of formal or ins.tu.onal impression on the visitor. The job itself can be painstakingly tedious and may require more s.mula.on then simply performing the duty of safekeeping art, designated by “suit, badge, and chair.”
Julia Werhahn (b. 1988 in Hanover, Germany) and Luisa Puschendorf (b. 1989 in Kassel, Germany) have worked as an ar.st duo since 2011. In their work, “The Guard,” they playfully unmask the anonymity of a security guard’s role within the art world by supplying chosen equipment visibly placed within the exhibi.on room. It is up to the guard to decide to use or not to use these utensils, just as he or she may decide whether to fulfilL or not fulfilL a warden’s job. What could he/she be doing during the absence of the visitor? Werhahn and Puschendorf’s installa.on doesn’t just bring aWen.on to the actual presence of the guard inside an exhibi.on, but seeks out further informa.on, such as the behavIour, expecta.ons, and du.es of a warden, and rela.onship between space, guard and visitors.
Open to misinterpreta/on consists of works by both German and American ar.sts, and can be read individually or in collabora.on with one another. The works of Kayla Kee (b. 1990 in San Diego, USA) and AntoineWe Adams (b. in Orange County, USA) yield a similar visual atmosphere but are, however, very different from one another. Unlike Werhahn and Puschendorf’s installa.on, which conceptually reflects on the inner-workings of the art ins.tu.on, Kee and Adams reassure the presence of a tradi.onal exhibi.on by selec.ng a classical layout for the presenta.on of their work. Kee’s snapshots are framed and aligned horizontally at a level that is assumed to correspond with the eye. Furthermore, both Kee’s analogue photography and Adams’s eloquent floa.ng feathers have been constructed under much aWen.on to detail and awareness of material, process and layout. The bareness of black and white allows the viewer to recognize the finer detailed found in Kee’s photography and Adams‘ feathers.

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Benjamin Seidel / Manuel Klotz / Felix Koberstein

 

Ausstellungseröffnung: 30.1.2014
18 Uhr Werkgespräch mit E. S. Mayorga
(Mexiko, Stipendiat Braunschweig-Projects 2013/14)

Gästebuchrezensionen [Felix Koberstein]

//user28374 schreibt:
Ich bin ja mal nicht so einer, der sich einfach so nimmt was er braucht, rumgiert. Mach ich nicht. Ich weiß ja nicht was ihr hier bezwecken wollt, aber das sieht mir danach aus als ob ihr einfach ein bißchen zu viel Geld habt, wa?! I don’t get it. Beste, Engebroek
//user34167 schreibt:
Was mir zu der Arbeit sofort einfällt: ein dicker Geldsack der sich ne Runde Privatfernsehen gönnt! Swag!
//user37449 schreibt:
Beim ersten Betreten der Ausstellung, schwaches, doch penetrantes Licht flimmert durch den Raum, wie in einem schlechten Horrorfilm, ein Berg aus 1 Cent Münzen, darüber der Schriftzug „Gönn dir!“. Mehr nicht. Punkt. Reicht aus. Ich hätte mir mal was mitnehmen sollen. Trotzdem groß! Gruß, Johanna
//user12850 schreibt:
Der Haufen kann ruhig noch größer! #epic #radicalimpact
//user09942 schreibt:
Für mich eine glasklare Konsumkritik, obwohl ich mich frage, ob das die richtige Herangehensweise ist? Das Geld landet doch eh nur in den Taschen versnobbter Kunststudenten!
//user22367 schreibt:
Ich war auch hier. Gutes Ding. Arne
//user75754 schreibt:
Wenn man sich mal überlegt was das allein für ein Aufwand ist, das ganze Geld ranzuschaffen!
//user01119 schreibt:
Wann gönn ich mir denn endlich mal wieder was? Spannender Denkanstoß.

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Mijin Hyun / Fritjof Mangerich

Makin` it real!

Ausstellungseröffnung Donnerstag, 16.1.2014
18 Uhr Filmstudio: Werkgespräch mit Adrian Alecu
(Rumänien, Stipendiat Braunschweig-Projects 2013/14)

Text von Jaqueline Krone

Es ist still. Die drückende Hitze hüllt mich ein. Ein kleines Fahrradlämpchen begrüßt mich mit seiner übermütigen Leuchtkraft. Darunter ein gerahmter Traum. Er verspricht verheißungsvolle Sehnsüchte, nur um vom daneben platzierten Warnhinweis wieder desillusioniert zu werden. Ein leises Zirpen. Von dort hinten muss es kommen. Nun ein Zirpen aus der gegenüberliegenden Ecke. Und wieder, und wieder. Hier und Dort. Als wollten die Heuschrecken mir etwas mitteilen. Geheime Botschaften aus einer fiktiven Welt.

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Christin von Behrbalk / Anna Sasse

Du hast von meiner Zeit gekostet.
 
Ausstellungseröffnung 5.12.2013
18 Uhr Filmstudio: Werkgespräch mit Freya Hattenberger (Köln)

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Text von Mona Hesse

Gleich zu Beginn der Ausstellung blickt der Besucher in die Gesichter von Fuchs und Gans aus dem allseits bekannten Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“. Wie entscheidet er sich? Sieht er sich eher als Fuchs, der schlau und überlegen mit direktem Blick den Betrachter anschaut oder identifiziert er sich mehr mit der Gans, die mit geschlossenen blauen Augen, naiv und unschuldig daherkommt. Diese Fotoarbeit Fuchs & Gans (2013) von Anna Sasse bestimmt den Eingang der Ausstellung und macht das Thema des Märchens zu Beginn deutlich.
Geht man weiter erblickt man das Objekt  · – · ·  ··  – – – –  –  ·  · – ·, das bereits 2013 in der Ausstellung “City of Dreams” im großen Schwimmbecken in Wolfsburg zu sehen war. Hier ist es an der Wand installiert und nimmt mit seinen 4,5 x 2 Metern einen großen Teil davon ein. Die mit Seide bezogenen Styroporplatten, auf denen farbige Fäden mit Stecknadeln befestigt sind, erinnern formal an die Architektur von Wohnblöcken wie sie auch in Wolfsburg zu finden sind. Die wellige faserige Struktur der Seide ruft den langsam abbröckelnden Putz der in die Jahre gekommenen Wohnhäuser ins Gedächtnis.
In der darauf folgenden Fotoarbeit (2013) von Christin von Behrbalk werden ebenso genähte Fäden verwendet. Die vier Schwarz-Weiß-Fotografien aus den 30er und 40er Jahren zeigen Frauenportraits. Ihre Gesichter sind jedoch mit Nähten versehen, wodurch sie unkenntlich gemacht sind. Durch den Eingriff der Künstlerin werden die Fotografien zwar wieder zum Leben erweckt, verlieren allerdings gleichzeitig ihre Fähigkeit Identität wiederzugeben. Wer auf den Fotografien abgebildet gewesen ist, bleibt für immer in der Vergangenheit verborgen.
In den folgenden beiden Bleistift-Zeichnungen (2011) setzt sich Behrbalk ebenso mit Vergangenheit und Identität auseinander. Als Vorlage dienten Fotografien, die mit ihrer Biografie verknüpft sind und so einen persönlichen Bezug haben. Die Gegenüberstellung von Soldaten, die ohne Gesicht und Hände gezeichnet sind und dadurch wie eine große, anonyme Gruppe wirken, und Kindern, die unruhig sichtlich aufgewühlt für ein Gruppenfoto posieren, macht deutlich, dass es die Mimik ist, die Aufschluss über das Innere einer Person gibt.
Das Zeigen und insbesondere das Verbergen der Mimik ist ebenso ein wichtiger Bestandteil der darauffolgenden Fotoserie von Behrbalk, die drei Selbstporträts der Künstlerin umfasst.
Vom Betrachter weggedreht, verschleiert mit einem Drahtgeflecht oder die Augen verdeckt von Tüll, wird das Gesicht der Künstlerin nicht direkt gezeigt, was im Gegensatz zur klassischen Porträtfotografie steht.
Das siebzehnminütige Video Ein Gehen (2013) von Anna Sasse befasst sich mit dem kindlichen Wunsch, sich der Doktrin in der Nacht schlafen zu müssen zu widersetzen. Die Protagonistin liegt zunächst in ihrem durch ein Moskitonetz geschütztes Bett im Freien, verlässt es jedoch schließlich und wandelt in ihren zu großen Highheels auf und ab. Sie bricht den wackeligen Balancierversuch ab, zieht die Schuhe aus und nimmt diese mit zu sich ins Bett.
Die ständige Abfolge von Umherwandeln und sich hinlegen zeigt die Rastlosigkeit und den unermüdlichen Versuch der Protagonistin sich dem Schlaf zu entziehen. Dabei warnt sie ihre innere Stimme eindringlich: „Du stirbst, wenn du nicht schläfst“. Am Ende baut sie ihren Schlafplatz ab und verlässt die Szenerie noch vor Anbruch des Tages.

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Zu Gast: Klasse Korpys / Löffler

Ausstellungseröffnung 21.11.2013  
Hochschule für Künste, Bremen
18 Uhr Filmstudio: Filmprogramm
19 Uhr: Ausstellungseröffnung