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my body left

Marlene Rabe & Juno Falke, 2021

Die Ausstellung „my body left“, befasst sich mit den verschiedenen Existenz-Formen von Körperlichkeit. Wir wollen erörtern, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede das virtuelle Objekt, das Traum-Objekt und wir selbst als Körper und somit Objekt, haben. Am Ende werden wir erkennen, ob sich die Dinge gegenüberstanden, verschmolzen sind, oder ob sie in einer blitzschnellen Wechselwirkung, im unendlichen und ungreifbaren Raum, sich selbst als existierendes Etwas, erkannt haben.

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Kältezone

Patrick Neugebauer & Pia Bock, 2021

„Sie haben es für mich getan. 65 Tage Brutzeit bei -112° Celsius. Zwei Minuten hätte ich ohne sie überleben können, dann wäre ich erfroren. Ich esse ihr Erbrochenes bis ich groß genug bin, um mit ihnen gemeinsam zu jagen. Bis dahin beugen sie sich zu mir hinunter, nehmen meinen Kopf zwischen ihre Schnäbel, speien die Beute in mich hinein. Sie müssen sich so tief bücken, um mir nah zu sein. Hoffentlich erwarten sie nicht, dass ich das selbe für sie tun würde. Wenn sie von der Jagd zurück kommen, suchen sie nach mir und rufen. Ihre Stimmen klingen wie Warnsignale. Sie haben mir beigebracht zu antworten. Manchmal frage ich mich, was passieren würde wenn ich einfach ganz still bleibe.“


Text von Maria Conrad

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Elina Djubiray Helmholz

Elina Djubiray Helmholz

20. 07. 2020

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Sauerei

Sauerei:  Ameile Buerhop / Marina Witt

30. April. 2019 19Uhr

Well, walls don´t feel pain. 

Emptiness and weakness are everywhere, but it has never been advisable or often even allowed to demonstrate these feelings in the world and in life. We are supposed to show always self confidence and be brave to every situation that comes. Besides of being exhausting, this is so not the truth.

It is only through fragility that we can find what is real and sincere. Pain can be beautiful. Weakness can be good. Showing this hollow is the only way to be free, or at least try to be.

The fragility can be represented by the human and the non-human. Where is actually the difference? 

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Interior

Interior: Zoyeon / Yinan Zhang

Eröffnung: 05. Juni. 2018 19 Uhr
Öffnungszeiten: 06. – 08. Juni 14 – 19Uhr

 

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Faking Fake News

Faking Fake News: Younghee Shin / Thurid Manleitner

The Utopian Times – Utopische Allgemeine

Was passiert gerade in unserer Umgebung? Was können Menschen tun, um den rechtsextremem Verschwörungstheorien entgegenzutreten? In einer Zeit, in denen vor allem in der Kunst Politikverdrossenheit on vogue ist, können wir bei der partizipativen Ausstellung „faking fake news“ erleben, was es bedeutet, wenn Künstler*innen sich im zeitgenössischen, sozialen Kontext verorten. Younghee Shin und thurid eröffnen einen Denkprozess über die Ökonomie von Emotionen, die Verbreitung von Patriotismus und Rechtsextremismus. Ob in Braunschweig oder Seoul, alte Verschwörungstheorien treten wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaften; in Form von „fake news“ werden Rassismus, Sexismus, Homophobie und Antisemitismus wieder salonfähig. Die Positionierung von Younghee Shin und Thurid Manleitner wird in der Ausstellung klar: hinsehen und Haltung zeigen. Kommt vorbei, redet mit den Künstler*innen, schaut genau hin, zeigt eure Einstellung und werdet teil der Kunst, die keine Angst hat sich zu positionieren. (Nick Schamborski)

Eröffnung: 22.05., 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 16-19 Uhr

 

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Aranka Feige / Benjamin Seidel

Meisterschülerpräsentation von Aranka Feige mit Benjamin Seidel

Ausstellungseröffnung am 12.11.2014 um 19 Uhr

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Lucie Biloshytskyy / Szu-Ying Hsu

Paulitaaas Roomtour

Ausstellungseröffnung am 29.10.2014 um 19 Uhr

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Youtube-Kanal Paulitaaas Welt

#Paulitaaas Room Tour

Text von Eileen Müller

Paulitaaas Room Tour ist eine künstlerische Arbeit von Lucie Biloshytskyy und Hsu-Szu Ying die mit Hilfe der Schauspielstudentin Melina Borcherding alias Pauline umgesetzt wurde. Sie setzt sich kritisch mit dem Phänomen Vlogging auseinander. In einer Reihe von Videos, die sowohl im Schnittraum als auch online einsehbar sind, kann die Entwicklung des fik- tiven Charakters Pauline, einem jungen Mädchen, das Neonfarben liebt und sich für Mode & Sport interessiert, verfolgt werden. Es werden unter ander- em Themen wie Shopping Hauls, Do-it-yourself-Videos und Beauty Tutorials abgearbeitet. Ein Trend, der Konsumenten zu Produzenten einer virtuellen Wirklichkeit macht, wo Warenfetischismus im Zentrum des Interesses der einzelnen Community-Mitglieder steht. Ziel dieser Videos: Möglichst viel Aufmerksamkeit zu erregen.
Kann dieses exzessive Zelebrieren von Konsumgütern im Internet in dieser Form überhaupt noch Spaß sein? Wo hört das “Kinderzimmer” auf Lebensraum zu sein und wird Werbefläche für große Unternehmen? Wo fängt die Selbstdarstellung an zur kapitalistischen Ausbeute zu werden? Lässt sich das Selbstwertgefühl dieser jungen Menschen an der Anzahl ihrer Abonnenten / Follower / Likes festmachen? Wie viel Spaß bleibt da noch? Und vor allem: Wer braucht das eigentlich?
Auf Youtube findet man unzählige Videos, in denen junge Mädchen ihre
Primark-Tüten in die Kamera halten und ihren Followern stolz ihre von Kinderhand produzierten 2-Euro-Klamotten präsentieren. Seit Langem schon sind Youtube-Vlogs fester Bestandteil der Internetszene und langsam beginnen sie den klassischen Blog abzulösen. Einige dieser Vlogger haben sich zu richtigen Internetberühmtheiten entwickelt. Sie bekommen viele Klicks, gutes Feedback und sind Vorbilder für viele Zuschauer ihrer Videos. Große Unternehmen versuchen die Macht und Reichweite der Vlogs zu ihren Gunsten zu nutzen, junge Mädchen werden zu Werbeflächen für ihre neuen Produkte. Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Fake werden an dieser Stelle verwischt.
Neben kommerzialisierten Vlogs und Musikvideos hat auch die Videokunst seit einiger Zeit durch Youtube eine Plattform zur Verbreitung von küns- tlerischen Projekten, wie „Paulitaaas Room Tour“, gefunden. Diese Entwick- lung der letzten Jahre wird spätestens bewusst, seitdem die Guggenheim Foundation jährlich die Youtube Play, A Biennale of Creative Video veran- staltet. Eine „weitere Biennale“ die sich voll und ganz internetbasierter Kunst widmet. Eine Jury wählt aus 23.000 Bewerbungen die 25 innova- tivsten Videoarbeiten aus und diese werden in einer anschließenden Veran- staltung im Guggenheim Museum in New York gezeigt, welche gleichzeitig auf youtube.com/play live gestreamed werden kann.
Zu sehen sind die Videos von Paulitaaa im Schnittraum bis zum 05.11.2014 und wöchentlich online auf: youtube.com/user/paulitaaaswelt

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Kyu Nyun Kim / Moritz Schadt

Kyu und Moritz Ausstellung

Ausstellungseröffnung: 19.06.2014 um 20 Uhr
Werkgespräch mit Kim Schoen (Los Angeles) um 18 Uhr

2014_06_Kyu_MoritzKLEIN

 

Text von Kyu Nyun Kim

Wie können wir den Zuschauer dazu bringen, im Ausstellungsraum zu bleiben?

Der Raum ist komplett dunkel.
Deswegen weiß der Zuschauer nicht, wie groß er ist und wo das Ende des Raumes ist.
Sie laufen sehr langsam.
Um etwas zu sehen, brauchen sie viel Zeit.
Zuckerwasser wurde in den Eingang des Raumes gegossen.
Damit wurde der Zuschauer gezwungen, noch langsamer zu laufen. Zu der sinnlichen Verlangsamung des fehlenden Lichts kommt die physische durch das Festkleben am Boden.
Im Raum gab es verschiedene Klänge, die von dem Laufen des Zuschauers ausgelöst werden.
Diese unterbrechen den eigentlichen Sound, der eine aufgenommen Unterhaltung von Moritz und Kyu ist, wie sie über das Werden der Ausstellung nachedenken.
Wenn der Zuschauer die Unterhaltung hören möchte, darf er nicht mehr laufen oder muss sehr langsam und weich in seinen Bewegungen sein.

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Stephan Chamier / Lukas Kozcor

Ausstellungseröffnung: 4.6.2014, 20 Uhr

18 Uhr Werkgespräch mit Ulu Braun (Berlin)

2014_06_Stephan_Lukas1 2014_06_Stephan_Lukas2

Text von Ellen Haak

Der Ort als Schnittstelle
Ein Raum. Eine Ausstellung. Zwei Positionen. Ein Denkanstoß.

Ausstellung: Lucas Koczor & Stephan Chamier 
Schnittraum Hochschule für Bildende Künste

Ein Ort ist lokalisierbar. Ein Fixpunkt in einem Bezugssystem. Geographisch zeichnet er sich durch seine Beschaffenheit aus. Orte sind abgegrenzte Räume die sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Orten definieren.

Die Ausstellung von Lucas Koczor und Stephan Chamier trägt keinen Titel. Es werden Arbeiten und Positionen gezeigt, die auf den ersten Blick in keiner Verbindung zueinander stehen. Der Konnex entsteht durch den gemeinsamen Ort und eine Filmarbeit, die als Brücke fungiert. Diese Brücke, ein gemeinsames Projekt aus der Vergangenheit, bestimmt die Atmosphäre. Ein zentraler Punkt im Raum, um welchen die ausgestellten Werke beginnen zu interagieren.

Die Arbeiten von Lucas Koczor beschäftigen sich mit Ort und Umgebung, mit der Verbundenheit und einem vertrauten, heimischen Gefühl. Die gezeigten Werke sind miteinander vernetzt und lassen dem Betrachter/ der Betrachterin Spielraum bei der Annäherung. Die Perspektive auf den zu betrachtenden Gegenstand ändert sich, wie sich auch das Medium ändert.
Braunschweig, Wolfsburg, Heimat, ein Verweis auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Dieser Raum ist durch individuelle Grenzen definiert und diese gilt es zu verteidigen!?

Eine relativierte Liebe zur Heimatstadt? „Kniet nieder ihr Bauern  ***  ist zu Gast“. Lokalpatriotismus der austauschbar wird. Ein Massenprodukt, das eine Idee, ein Gefühl verkauft, welches sich auf eine klar eingegrenzte Umgebung bezieht. Ein Produkt das in seiner Masse die Grenzen, die es zu sichern, zu bewahren gilt, im selben Moment aufhebt.

Die als Triptychon inszenierte Videoarbeit führt den Gedanken von Heimat und Verortung weiter. Das Verlassen der vertrauten Umgebung nimmt in allen drei Sequenzen, beziehungsweise Filmausschnitten, einen zentralen Punkt ein. Welche Rolle spielt das Fremde, das Unbekannte im Vertrauten? Vorurteile verschleiern den Blick. Das Bewusstsein für das Andere wird reflektiert und in Frage gestellt.

Stephan Chamiers Fotoarbeiten eröffnen dem Betrachter/ der Betachterin einen weiteren Blick auf die Thematik des Ortes. Die Arbeiten greifen in die dauerhaft fixierten Grenzen eines Ortes ein und brechen diese durch eine Neuordnung. Feste Elemente eines spezifischen Ortes werden zu Bausteinen einer fiktonalen Landschaft. Verfremdung und Umkehrung vorgefundener Objekte erschaffen eine ganz neue Ästhetik. Diese Eigenheit der Bilder wird durch die matte Oberfläche der Fotografien noch verstärkt.

Die von den Fotomontagen generierte Atmosphäre wirkt über die Fotografie hinaus und gibt den Arbeiten einen nahezu plastischen Charakter.
Der künstlerische Eingriff wird dabei für den Betrachter/ die Betrachterin sichtbar und zu einem gewollten Element der Rezeption. Gleich einem Puzzle lassen sich die vorgefundenen Orte weiterdenken und -entwickeln.