Sauerei

Sauerei:  Ameile Buerhop / Marina Witt

30. April. 2019 19Uhr

Well, walls don´t feel pain. 

Emptiness and weakness are everywhere, but it has never been advisable or often even allowed to demonstrate these feelings in the world and in life. We are supposed to show always self confidence and be brave to every situation that comes. Besides of being exhausting, this is so not the truth.

It is only through fragility that we can find what is real and sincere. Pain can be beautiful. Weakness can be good. Showing this hollow is the only way to be free, or at least try to be.

The fragility can be represented by the human and the non-human. Where is actually the difference? 

Interior

Interior: Zoyeon / Yinan Zhang

Eröffnung: 05. Juni. 2018 19 Uhr
Öffnungszeiten: 06. – 08. Juni 14 – 19Uhr

 

Faking Fake News

Faking Fake News: Younghee Shin / Thurid Manleitner

The Utopian Times – Utopische Allgemeine

Was passiert gerade in unserer Umgebung? Was können Menschen tun, um den rechtsextremem Verschwörungstheorien entgegenzutreten? In einer Zeit, in denen vor allem in der Kunst Politikverdrossenheit on vogue ist, können wir bei der partizipativen Ausstellung „faking fake news“ erleben, was es bedeutet, wenn Künstler*innen sich im zeitgenössischen, sozialen Kontext verorten. Younghee Shin und thurid eröffnen einen Denkprozess über die Ökonomie von Emotionen, die Verbreitung von Patriotismus und Rechtsextremismus. Ob in Braunschweig oder Seoul, alte Verschwörungstheorien treten wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaften; in Form von „fake news“ werden Rassismus, Sexismus, Homophobie und Antisemitismus wieder salonfähig. Die Positionierung von Younghee Shin und Thurid Manleitner wird in der Ausstellung klar: hinsehen und Haltung zeigen. Kommt vorbei, redet mit den Künstler*innen, schaut genau hin, zeigt eure Einstellung und werdet teil der Kunst, die keine Angst hat sich zu positionieren. (Nick Schamborski)

Eröffnung: 22.05., 19 Uhr
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 16-19 Uhr

 

Reise nach Jerusalem

Gadiel Travi | Jan Neukirchen

24.01.2018 – 01.02.2018
Geöffnet:
Mittwochs und Donnerstags
15:00 bis 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung

 

 

Reise nach Jerusalem

6. Jahrhundert, Byzanz, als ursprünglich militärische Strategie feindliche Spione zu enttarnen, fand das Spiel Reise nach Jerusalem Einzug in unsere Alltagswelt, um hier auf spielerische Weise den Kampf um den Platz in der Welt und das zurück bleiben des Schwächeren zu illustrieren. Im Spiel wie im Leben und in der Kunst gilt es Entscheidungen zu treffen, um seinen Platz, seine Berechtigung zu behaupten.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der wechselseitigen Abhängigkeit, dem Verhältnis zwischen Positiv und Negativ, damit, seine Position einzunehmen, denn… da wo der Eine ist kann der Andere nicht sein.

Jan Neukirchen, ohne Titel, 2018

Eine futuristisch anmutende Topologie wird inszeniert, in der sich Lichtpunkte gleich einer Schwarmintelligenz um die Hindernisse herum bewegen. Sie agieren hier als Gruppe, als soziales Milieu, wo jeder mit dem Anderen verbunden ist, doch durch den errechneten Abstand, durch verschiedene Ausgangsvoraussetzungen, gleichsam isoliert wird, sie treiben zusammen, Leben aneinander vorbei, doch werden sich nie treffen – einige Irrläufer haben bereits das Spielfeld verlassen und schweifen verlorener Seelen gleich durch die Straßen des Metropolis.

Gadiel Oswaldo Aguirre Travi, ohne Titel, 2018

Jeder Akteur hat seine Ausgangsposition verlassen, das Spielfeld erstreckt sich über den Köpfen der Rezipienten, der Kampf ist ausgefochten, der Verlauf durch Verbindung und Kreuzung gezeichnet, das Spiel, die Arbeit, deren Überspitzung, sich im Material wiederfindet, die Kabellage die hier nicht bloß Störfaktor ist sondern zur Illusio der Handlung wird. Der Ausgangspunkt, die Grundvoraussetzung als poetischer Kommentar der Banalität des Kunstschaffens, des Alltags. Die Streben, die sich wie Oberleitungen in den Städten Südamerikas als Verbindungslinien in der Landschaft sowie durch den Ausstellungsraum ziehen, im Leben wie im Spiel.

Text: Eileen Müller

hmins

Yamaguchi Reiko | Yu Simiao
Mit einem Text von Julia Zalewski


PART l

19.12.2017 | 20.12.2017 | 21.12.2017

Dort, wo der Punkt zur Linie wird, legt er eine Spur. Sie verrät wenig darüber, was ihn bewegt und wo er hinwill. Wohl aber bezeugt sie, dass er mit Sicherheit da gewesen sein muss.
Als eine Grundtechnik der Zeichnung bildet die Linie den Ausgangspunkt des gesamten Zeichenreichtums unserer Kunst- und Kulturgeschichte. Die Arbeit hmins möchte ihre basale, prozessartige Entstehung vom Punkt zur Linie zur Zeichnung im Schnittraum installativ ergründen. Im Zentrum des Raumes ist dafür eine hohe, sockelartige Vorrichtung platziert, die drei Lichtstrahlen über unsere Köpfe hinweg durch den Raum wandern lässt. Sie bewegen sich horizontal in die gleiche Richtung, jedoch in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Höhen. Ihre Lichtpunkte werden an die Wände des Schnittraums geworfen, welche mit einem grünen, lichtempfindlich beschichteten Stoff eingekleidet sind. Diesen belichten sie in der Bewegung, sodass Linien entstehen – bedächtige Spuren, die jeden Moment der Ausstellung an der Wand dokumentieren. Die Linien lassen somit eine neue Lesbarkeit des Raumes zu: Seine Dimensionen und die variierenden Distanzen zum Angelpunkt werden mit dem Licht sekündlich vermessen und in unregelmäßige Wandlinien übersetzt; wie ein Bleistift, der auf einem unebenen Malunteruntergrund starke und weiche Druckpunkte erzeugt.
Bei genauerer Betrachtung lässt sich feststellen, dass die Lichtstrahlen jedoch nicht etwa willkürlich durch den Raum wandern – sie sind an den Zeigern dreier Uhrwerke fixiert. Sekunden, Minuten, Stunden. Wie ein Leuchtturm, der uns den Weg aus dem ewigen Chaos der Welt zu weisen versucht, dirigieren sie den Rhythmus des Uhrwerks durch den Raum und übersetzen ihn linienförmig an die Wand. Der Punkt wird zur Linie, der Moment zur Zeit. Die Zeit hinlässt ihre Handschrift an den Wänden, die Zeiger ihrer Uhr spielen die Finger, die das Licht wie einen Pinsel über das Papier führen. Einen linearen Zeitstrahl erzeugt sie jedoch nicht, vielmehr einen in den Grenzen des Schnittraums gefangenen Zyklus. Denn nach einer Minute, einer Stunde und zwölf Stunden werden sie ihre Ausgangspunkte überschreiben und sich – die Zyklen wiederholend – in den ewigen Loop der Zeit begeben.
In ihrer ersten gemeinschaftlichen Arbeit hmins lassen Reiko Yamaguchi (*1982 in Okayama, Japan) und Simiao Yu (*1986 in Tianjin, VR China) Zeit, Licht und Raum in einen sonderbaren Dialog miteinander treten: Zeit wird hier im Medium des Lichts verräumlicht, der Raum im Medium der Linie verzeitlicht. Diesem Prozess liegt ein Zeitverständnis zugrunde, das sich in der unaufhaltsamen Mechanik des dreigliedrigen Uhrwerks manifestiert – ein modernes Maß, unter dessen Diktat wir unsere alltäglichen Abläufe takten und unser Denken organisieren.

PART ll

16.01.2018 | FINISSAGE

Zeit definiert Veränderung und Veränderung definiert Zeit. So wird sich auch der Schnittraum zur Finissage am 16.01.2018 in einem völlig neuen Zustand wiederfinden. Die grüne, lichtempfindliche Beschichtung wird aus dem Stoff der Wände ausgewaschen und die zurückbleibende, blaue Zeichenspur damit entwickelt. Ab diesem Moment ist sie erstarrt und unveränderbar. Im zweiten Teil der Ausstellung wird sie aus ihrem zeitbasierten, lichtmalerischen Entstehungskontext separiert und als autonomes Werk betrachtet. Der eigenständige künstlerische Ausdruck der Linie wird nun in den Fokus genommen, während Zeichenmittel und Zeichengerät in den Hintergrund rücken.

KEINE ERWARTUNG AN NACKTSCHNECKEN

Nina Aeberhard | Kathrin Jobczyk

ERÖFFNUNG
am Dienstag 28. November 2017
um 19 Uhr im Schnittraum
ÖFFNUNGSZEITEN
 
Mittwoch, Donnerstag & Freitag 
29. November – 1. Dezember 2017
17 – 19 Uhr

„über gegen“

Malte Draeger | Aaron Schmitt

Eröffnung 07.11.2017 | off-Plenum 08.11.2017

Your Way

Miran Özpapazyan | Sascha Marouf | Felix Koberstein

 

 

BS talks to BK von Felix Koberstein

BS: „Ich darf keine Kreide verschwenden.“
BK: „Enjoy your way.“
BS: „Dreck gehört nicht zu den vier Grundnahrungsmitteln.“
BK: „Taste is King.“
BS: „Plastiktütenpenner ist kein anerkannter Beruf.“
BK: „Be the King.“
BS: „Die Wahrheit liegt nicht draußen auf der Straße.“
BK: „Have it your way.“
BS: „Farbbeutel werfen ist keine Kunstform.“
BK: „The Difference is taste.“
BS: „Ich werde keine doppelte Verneinung nicht benutzen.“
BK: „It takes two hands to hold a whopper.“
BS: „Ich darf aus Mist keine Kunst machen.“
BK: „Taste rules.“
BS: „Unterwäsche trägt man unter der Wäsche.“
BK: „Your way.“
BS: „Niemand interessiert es, was meine Definition von ‚ist‘ ist.“
BK: „You got it.“
BS: „’Der Präsident hat es auch getan‘ ist keine Entschuldigung.“
BK: „ . . .“
BS: „Niemand liest das mehr.“

Inseln

inslen_flyer_ueberarbeitet

Der Schnittraum beherbergt die 12+1 Reisenden des Seminars „Gratwanderung“ mit Dorothea-Erxleben-Stipendiatin Karen Irmer. Auf Einladung des Áras Éanna Art Centre besuchten Studierende der Freien Kunst und der Kunstwissenschaft die kleine irische Insel Inis Oirr. Mitgebracht haben sie gesammelte Momente, die Einblick in die künstlerische Recherche vor Ort gewähren sowie neue Konzepte für Zukünftiges.

Eröffnung: Do. 27.10.2016, 19 Uhr
Mit Essen, Getränke und Friseursalon

Öffnungszeiten: Mo-Mi 14-17Uhr
Finissage: Do. 3.11.2016, 19 Uhr

Karen Irmer, Hendryk Claussen, Priska Dolling, Timo Hoheisel, Daniel Kuge, Araceli Mangione, Stefanie Matjeka, Erika Kurebayashi Morsbach, Younghee Shin, Deborah Uhde, Frederic Mac Vetter, Maria Visser, Sara Wieckenberg

Alice Angeletti

Zwischen 07:00 und 12:00

Mittwoch 13.01. bis Donnerstag 21.01.2016

Finissage: am Donnerstag 21.01.2016 um 18.00 Uhr

Angeletti_Zwischen07und12

Das Frühstück bildet einen intimen Moment zwischen dem Verschlafensein und dem Munterwerden und es ist der Einstieg in den neuen Tag. Jeder frühstückt auf unterschiedliche Art und Weise und jeder Tisch, jedes Zimmer, jede Tasse sieht anders und besonders aus. In der Ausstellung werden einige Bilder zu sehen, die für das Projekt „Zwischen 07.00 und 12.00“ entstanden sind. Das Projekt ist ein Work in Progress und will dieses alltägliche Ritual fotografisch dokumentieren und erforschen. Die Bilder entstehen während des Besuches bei Menschen, von denen die Künstlerin sich zum Frühstück einladen lässt. Die Porträtierten werden beim Fotografieren von ihr aufgefordert, aus einer Tasse zu trinken, die dem Zweck dient, die Anonymität der Person zu bewahren. Was zu sehen ist, sind die Details eines alltäglichen Momentes unbekannter Menschen, deren Leben und Gewohnheiten sich auf dem Bild entblößen oder zumindest vom Betrachter erahnen lassen.

Wer die Künstlerin zum Frühstück einladen möchte und Teil des Projektes werden will, kann sich auf die im Ausstellungsraum liegende Liste eintragen.